Grundstückskauf finanzieren
Besonderheiten bei der Grundstücksfinanzierung
Die Finanzierung eines Grundstücks unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Finanzierung einer bestehenden Immobilie. Denn in der Regel kaufen Sie das Grundstück, um darauf zu bauen — und die Baukosten müssen ebenfalls finanziert werden. Die richtige Strategie entscheidet darüber, ob Sie am Ende zwei getrennte Darlehen bedienen oder alles aus einer Hand finanzieren.
Grundstück und Hausbau: getrennt oder zusammen finanzieren?
Grundsätzlich gibt es zwei Wege:
- Getrennte Finanzierung: Sie nehmen zuerst ein Darlehen für das Grundstück auf und finanzieren den Hausbau später separat. Das ist sinnvoll, wenn zwischen Kauf und Baubeginn viel Zeit liegt — etwa weil Sie erst einen Architekten suchen oder eine Baugenehmigung abwarten.
- Gesamtfinanzierung: Grundstück und Hausbau werden in einem Darlehen zusammengefasst. Das ist in der Regel günstiger, setzt aber voraus, dass die Baukosten bereits feststehen (z. B. durch einen Vertrag mit einem Bauträger oder Generalunternehmer).
Viele Banken bevorzugen die Gesamtfinanzierung, weil sie das Risiko besser einschätzen können. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Bank über den geplanten Ablauf.
Bereitstellungszinsen bei verzögertem Baubeginn
Wenn Sie ein Gesamtdarlehen aufnehmen, das Grundstück aber zuerst kaufen und erst Monate später bauen, rufen Sie das Darlehen nur teilweise ab. Für den nicht abgerufenen Teil berechnen viele Banken Bereitstellungszinsen — in der Regel 0,25 % pro Monat auf die nicht abgerufene Summe. Diese Kosten summieren sich bei langen Bauzeiten.
Achten Sie daher auf eine möglichst lange bereitstellungszinsfreie Zeit (mindestens 6, besser 12 Monate) und stimmen Sie Grundstückskauf und Baubeginn zeitlich aufeinander ab.
Zwischenfinanzierung
Falls Sie ein Grundstück kaufen möchten, aber noch auf den Erlös aus einem Immobilienverkauf oder auf Eigenkapital warten, kommt eine Zwischenfinanzierung infrage. Dabei stellt die Bank kurzfristig Kapital bereit, das Sie nach Eingang der erwarteten Mittel ablösen. Die Zinsen liegen in der Regel über denen eines klassischen Darlehens.
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Eigenkapital: Wie viel sollte es sein?
Banken erwarten in der Regel mindestens 20–30 % Eigenkapital — bezogen auf die Gesamtkosten (Grundstück + Kaufnebenkosten + Baukosten). Die Kaufnebenkosten sollten vollständig aus Eigenkapital gedeckt werden, da Banken diese nicht mitfinanzieren.
Nutzen Sie unseren Finanzierungsrechner für eine erste Kalkulation.
Fördermittel nutzen
Für den Grundstückskauf mit anschließendem Neubau gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten:
- KfW-Förderung: Zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse, insbesondere für energieeffizientes Bauen (z. B. KfW-Effizienzhaus).
- NRW-Wohnraumförderung: Einkommensabhängige Darlehen des Landes für selbstgenutzten Wohnraum.
- Kommunale Förderung: Manche Gemeinden vergeben Grundstücke vergünstigt an Familien oder bieten Zuschüsse.
Fördermittel müssen in der Regel vor Kaufabschluss beantragt werden. Lassen Sie sich rechtzeitig beraten.
Passende Angebote erhalten
Hinterlegen Sie Ihre Suchkriterien — wir informieren Sie, sobald passende Objekte verfügbar sind.
Finanzierung richtig planen
Wir begleiten Sie bei der Grundstückssuche und vermitteln Sie bei Bedarf an einen unabhängigen Finanzierungsberater. So stellen Sie sicher, dass Grundstückskauf und Hausbau finanziell aufeinander abgestimmt sind.