Gastronomie verpachten – mit klarer Pachtkonstruktion und passendem Pächter
Pachtvertrag statt klassischem Mietvertrag
Wer ein Restaurant, Café oder eine Bar verpachtet, nutzt fast immer einen Pachtvertrag (§581 BGB), nicht einen klassischen Mietvertrag. Der Pachtvertrag umfasst die Möglichkeit zur Fruchtziehung — also das ganze Geschäft samt Konzession, Inventar und Betriebsmitteln. Beim Mietvertrag würden nur die Räume überlassen.
Zusätzlich kommt die Frage des Pachtmodells: Festpacht, Umsatzpacht, Hybrid oder Stufenpacht. Welches Modell passt, hängt von Pächter, Standort und Konzept ab.
Pachtmodelle im Überblick
| Modell | Wie strukturiert | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| **Festpacht** | Fester monatlicher Pachtzins | Etablierte Standorte, bonitätsstarke Pächter |
| **Umsatzpacht** | Prozentual vom Pächterumsatz | Neue Konzepte, Standort-Aufbauphase |
| **Hybrid-Pacht** | Festpacht + Umsatzpacht ab Schwelle | Mittelweg zwischen Sicherheit und Beteiligung |
| **Stufenpacht** | Steigt über die Vertragslaufzeit | Pächter im Aufbau entlasten |
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Was beim Gastro-Pächter geprüft werden muss
- Bonität und Eigenkapital – Gastronomie ist kapitalintensiv beim Einzug, fragile beim Betrieb.
- Branchen-Erfahrung – Quereinsteiger sind möglich, brauchen aber stärkere Sicherheiten.
- Konzept und Zielgruppe – passt das Konzept zum Standort und zur bestehenden Nachbarschaft?
- Konzessions-Tauglichkeit – werden Konzession und Schankerlaubnis vom Pächter beantragbar sein?
- Sicherheiten – Mietkaution, Bürgschaften, Vorauszahlungen je nach Bonitätshistorie.
Diskretion bei laufendem Betrieb
Beim Pächterwechsel sollten Gäste, Stammkunden, Mitarbeiter und Lieferanten erst dann erfahren, wenn der Übergang geklärt ist. Vorzeitige Information führt zu Umsatzeinbußen, die den Betriebswert und damit oft auch die mögliche Pachthöhe drücken. Wir vermarkten Gastronomie fast immer off-market über regionale Gastronomen-Netzwerke und Branchen-Kontakte.