Aktuelle Gewerbemieten – was Mieter realistisch erwarten dürfen
Bei Gewerbe gibt es keinen offiziellen Mietspiegel
Anders als bei Wohnen gibt es bei Gewerbe keinen offiziellen Mietspiegel. Mieten unterscheiden sich nach Lage, Ausbaustand, Energieklasse, Vertragsstruktur und Bonität des Mieters. Wer realistisch einschätzen will, was er für sein Objekt zahlen sollte, braucht reale Vergleichsabschlüsse — nicht Online-Anzeigen-Forderungen.
Wir nutzen für unsere Markteinschätzung Abschlussdaten der letzten 12 bis 24 Monate aus Leverkusen, Burscheid, Leichlingen und Umgebung. Damit liegen wir nahe am realistischen Mietzins.
Was den Mietzins bei Gewerbe bestimmt
| Objektart | Wichtigster Hebel | Was die Mietspanne treibt |
|---|---|---|
| **Büro** | Energieklasse, IT-Voraussetzungen | Klasse A vs C ~25-40% Unterschied |
| **Praxis** | KV-Tauglichkeit, Barrierefreiheit | Voll ausgebaut vs Rohbau ~30% Premium |
| **Ladenlokal** | Lagestufe (1A/1B/2/3) | Faktor fünf zwischen Lagestufen |
| **Gastronomie** | Pachtmodell, Konzession | Festpacht vs Umsatzpacht stark verschieden |
| **Hotel** | Auslastung, Markenanbindung | Pachtzins 15-25% vom Umsatz |
| **Halle** | Höhe, Tore, Autobahnnähe | Logistik-Premium über Standard-Gewerbe |
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Warum Inseratsforderungen meist über Marktmiete liegen
- Inseratspreise sind Forderungen, keine Abschlüsse — meist 10 bis 25 Prozent über Realisationen.
- Schwer vermietbare Objekte stehen lange in Portalen und drücken Marktbild.
- Top-Objekte sind oft nicht inseriert — off-market.
- Vermieter-Erstforderung ist meist verhandelbar.
- Marktbewegung verändert die Forderungs-Spanne — je nach Energieklasse, Lage und Konjunktur.
Was unsere Markteinschätzung kann
Wir geben Ihnen vor jedem konkreten Objekt eine fundierte Markt-Einschätzung: ist die geforderte Miete fair, oder ist Verhandlungsraum drin? Welche Vergleichsabschlüsse sprechen dafür oder dagegen? So gehen Sie mit Argumenten in die Verhandlung, nicht mit Bauchgefühl.